IPV Eclipse: Top oder Flop?

Zum Autor: Dampf-Freak. Hatte schon etliche Mods, angefangen mit Vamo, bis hin zu mechanische Competition-Mods. Bekennender Yihi-Fan, daher voreingenommen, was DNA-Chips und sonstige Erzeugnisse des chinesischen Markts betrifft. Dieses Review ist meine persönliche, äußerst subjektive, aber dennoch ehrliche Meinung, welche auf meinen Erfahrungen und Erwartungen beruht.

 

  1. WTF is Yihi and IPV?

Yihi ist der beste Dampfchip, den es derzeip auf dem Großmarkt gibt. Der Chip steht in direkter Konkurrenz mit DNA, ist bzw. war, aufgrund der Firmenpolitik weniger bekannt. Die Mods von Yihi direkt (SX-Mini) sind immer teuer und zeichneten sich (bis auf die G-Class) durch sehr gute und qualitative Materialien aus. IPV ist zwar kein Tochterunternehmen von YIHI, verwendet aber die Yihi-Chips, die ein wenig abgespeckt sind (also einige schöne Features, wie z.B. Gyro-Sensor für die Display-Ausrichtung sucht man bei IPV vergeblich).

Da IPV in gewisser Hinsicht an Microsoft erinnert (eine Mod-Generation sehr gut, die nachfolgende sehr schlecht) – war es durchaus interessant, den Plastikbomber genauer zu betrachten, zumal die G-Class äußerst erfolgreich war.

  1. Preis und Verpackung.

Preislich – ehrlich, keine Ahnung. Bei efun ist das schöne Teil für 50 Dollar gelistet (allerdings out of stock), bei einigen US-Seiten findet man den Mod für 80-90$, meine Erfahrung mit IPV sagt mir, dass der Preis sich bei ca. 50-60$ einpendeln wird.

 

 

Die Verpackung ist schlicht, einfacher Karton, Mod in einem weißen Tuch, USB-Kabel, sinnlose Makulatur alias Bedienungsanleitung.  Auf der Rückseite sieht man 6 mögliche Farben. Denkst du. Gehäusefarbe ist immer schwarz, es geht nur um die Farbe der Tasten. Also bleibt „silver“ die einzige akzeptable Variante.

 

  1. Gehäuse und erster Eindruck.

Ich bin zufrieden, ich bin befriedigt. Es ist kein Dorf-Disco-Mod mit 100 LEDs und unmöglichen Farb- und Materialkombinationen. Das Ding ist schlicht und halbwegs elegant. Nimmt man es in die Hand fühlt man sich an den Golf 2 (mein schönes erstes Auto) erinnert. Plastik ist richtig hart und glatt wie Seife. Trotzdem hat man sofort den richtigen Griff raus, für eine Männerhand genau das Richtige, eine Frau mit kleinen Händen konnte ich innerhalb der ersten 2 Testwochen leider nicht auftreiben, daher fällt diese Beurtielung schonmal weg.  Also Ergonomik – ideal, besser geht es nun wirklich nicht. (Gruß an alle leidenden DRAG-Besitzer)

Den Akkudeckel kennt man schon von sehr vielen IPV-Produkten, Akkus rein, Deckel zu. Sitzt, passt, wackelt (nicht), hat Luft.  Auf dem Tisch steht der Mod bombenfest.

Was mich ein wenig überrascht hat – die Minus-Seite ist rechts, die Plus-Seite – links. Ungewöhnlich. Die meisten haben es genau anders rum.

Die „Carbon“-Einlagen sind in wirklichkeit Plastikfolien, aber was will man von einem 50€-Mod erwarten.

 

Plastikqualität – ausgezeichnet. 4 Stürze auf Schotter, 3 Mal angriff eines jungen Labradors, Flüge durchs Auto, der Mod hat alles überlebt und fast keine Schrammen abbekommen. Es sind zwar beim genauen Hinschauen feine Kratzer zu sehen, die stören aber nicht, da die Farbe nicht abblättert. An dieser Stelle noch einen Gruß an die Entwicklungsabteilung der SX-Mini, die meinte ich hätte ätzenden Schweiß, daher würde meine G-Class so beschissen aussehen.

 

  1. Die Tasten.

Die Tasten, also die 3 Navigationstasten und die Fire-Bar sind aus dünnerem und weniger stabilen Plastik, sind zudem mit komischer Farbe beschichtet, die aschätze ich mal, irgendwann abblättern wird.

 

Die Navigationstasten wackeln. Zwar nicht extrem, aber als Beruhigungsspielzeug für Ihr Baby kann der Mod durchaus eingesetzt werden.

  • Fire-Bar.

Ich liebe das Ding. Keine Miss-Fires, der Button hat geschätzte 3 Drucktasten hinter der Firebar, also mit jedem Finger (bis auf den kleinen Finger) angenehm und leicht zu drücken. Alle Feuer-Knöpfe bei anderen Mods dürfen sich ab sofort im Schrank ausheulen und sich gegen Ungerechtigkeit des Seins beklagen.

 

  1. 510-er, USB und sonstiger Kleinkram.

510-er sitzt nicht ganz mittig, ist verklebt (macht aber nicht gerade den Eindruck, dass er rausfallen wird, Gruß an Wismec und RX-Reihe). Der 30-mm Aromamizer passt fast perfekt drauf, hätte man den 510-er um 2 mm nach rechts verschoben wäre ich glücklich.

Der USB-Anschluss sitzt ober, in der Nähe der Daumen-Auflagefläche (wozu braucht man den?), ja eventuell 1 mal die SQ-X Kuve einstellen und sein Wallpaper draufzuladen.  Akkus laden? Forget it.

 

  1. Software- PC.

Die typische Yihi Sxi Software erkennt den Chip problemlos.

Am PC kann 1 (im Gegensatz zu G-Class, wo es 5 sind) Sxi-Q Kurve eingestellt werden.

Für alle, die mit Ihrem Latein gerade am Ende sind – SXI-Q Kurve ist eine Kurve für TC oder VW Modus, wo die Leistung bzw. die Temperatur auf einer zeitskala eingestellt werden kann. Nützlich und praktisch für richtig fette Coils, oder TC-Dampfen.

Und welch eine Überraschung, den PC brauchen Sie nur um ein Wallpaper drauchzuladen, man braucht keine Akkukurven, keine TC-Kurven, nichts.

 

  1. Software intern.

 

Zum Starten muss man die Fire-Bar 5x drücken und sich erstmal 5-7 Sekunden lang gedulden. Ja, ist offensichtlich keine SSD verbaut im Mod.

Im Hauptmenü erstmal angekommen (ich persönlich empfehle den runden Bildschirm, der auf den Fotos zu sehen ist) hat man die Möglichkeit zwischen einem Anfänger (oder purem VW-Modus) und einem Profi-Modus umzuschalten. Für den Anfänger-Modus drückt man die beiden äußeren Tasten und wartet bis oben rechts ein einfaches „M“ ohne jegliche Zahl dahinter erscheint.

Diesen Modus würde ich für den reinen VW-Betrieb empfehlen, da die kleinen Tasten leider keine Sperre besitzen (der Mod kann nur durch 3x-Fire-Bar komplett gesperrt werden). Die mittlere Taste (Menü-Taste) ist aber sehr leichtgängig und mir ist schon häufiger passiert, dass das Ding sich im Flaschenhalter im Auto einfach auf TC verstellt hat.

Ins normale Menü kommt man durch 5x Fire-Bar, dabei überspringt man die Lock-Funktion mit der Uhr.

Hier fangen die Unterschiede zur G-Class an.

  1. Sprache – nur Englisch.
  2. Standby-Time – also wie lange der Bildschirtm leuchtet – min. 30 Sekunden.
  3. Weniger Wallpapers.
  4. Kein Bluetooth

 

Im Grunde war’s das schon an Unterschieden.

 

  1. Shortcuts und Memory-Slots

Ja, Yihi hat wieder die alten guten Memory-Slots im Chip integriert.

Durch drücken der linken Taste kann man zwischen Soft, Normal, Powerful, Powerful+ und SXI wechseln. SXI ist ja die personifizierte Kurve, alle anderen Modi sind Preheat- bzw. Downhit-Modi. Wozu man Soft braucht – keine Ahnung, aber Preheat ist schon mal ganz gut für diejenigen, die schwere und lahme Kanthal-Coils nutzen und lange Züge machen wollen. Endlich keine Umwege für Kanthal-Preheat.. Ach, die 75C kann das schon? Na endlich, wurde ja auch Zeit.

Mit der rechten Taste wählt man zwischen 5 frei belegbaren Leistungs-Slots (bzw. Joule-Slots) – durch drücken auf die mittlere Menü-Taste im Hauptbildschirm kann die Leistung verändert werden und wird dann im entsprechenden Slot gespeichert. Also theoretisch kann man bis zu 5 Verdampfer einspeichern und problemlos umschalten.

 

 

  1. Eindrücke vom Chip.

 

Ich lese zwar oft Lobeshymnen an Smok, Wismec und den restlichen Kram, aber meine Meinung steht fest – einen guten Chip schmeckt man.

Ja, man schmeckt ihn. Yihi feuer sehr direkt, schnell, präzise und ehrlich.

Jop, ich bin ein Fan, aber direkter Vergleich mit einer RX 300 und Sigelei *hust*213 Watt haben bewiesen, dass Yihi schneller feuert.

An dieser Stelle ein kleiner Abstecher zu DNA – wo bei DNA 80 Watt angezeigt werden, braucht man bei Yihi nur 70. DNA ist soft und träge, Yihi dagegen richtig hart. Mit anderen Erzeugnissen der chinesischen Dampf-Industrie möchte ich es nicht vergleichen, da das einzige akzeptable Gerät immer noch die Noisy Cricet 2 bleibt.

 

  • Temperatur-Kontrolle

Oh ja. Mit diesem Chip macht Edelstahl wirklich Spaß. Widerstand gesperrt (langes Drücken auf den mittleren Knopf), WIdertand ein wenig justiert (der Chip, wahrscheinlich wegen Gehäuse, lügt um ca. 0,005 Ohm im Vergleich zu G-Class) und schon kann man mit 235 Grad auf dem Standard-Preset für 316L Edelstahl dampfen. Und das bei Fused aus Edelstahl und NiCr.

Also kein langes Rumfummeln, nichts, einbauen und Spaß haben.

 

FAZIT

 

IPV ist seltsam – sie nutzen den besten Chip der Welt und bauen oft Mist bei Gehäuse, wobei das für wenige Cents zu beheben wäre. Doch diesmal haben sie alles richtig gemacht und schwimmen nun gegen den Trend, was ich sehr gut finde. Die LEDs und sonstigen Schwachsinn sollen andere machen, damit sich die Schulkinder in der Pause unterhalten können. Ein vernünftiger Dampfer braucht einen zuverlässigen, stabilen und ehrlichen Chip, klassisches Gehäuse und Fire-Bar. Für mich der beste Mod 2017, außer die bringen eine Version aus Alu statt Plastik mit einer richtig guten Beschichtung raus (und das werden sie nicht tun, China und Beschichtung funktioniert einfach nicht).

 

 

Vorteile:

  • Preis
  • Chip, zwar abgespeckt, aber alles wirklich Wichtige ist an Bord
  • Firebar
  • Robust
  • Klassisches Design.

 

Nachteile:

  • Beschichtete Tasten
  • Tasten Wackeln ein wenig
  • 510-er ein wenig verschieben, damit auf 30-mm Verdampfer bündig draufpassen
  • Plastik sieht ein wenig zu billig aus.

2 thoughts on “IPV Eclipse: Top oder Flop?”

  1. Hallo

    sehr schönes Review stimmt.Bin selber Besitzer einer IPV Eclipse und kann nicht schlechtes darüber berichten.Meine IPV kann ich mit sicherheit sagen ist aber aus Metall und nicht aus Plastik,der Rest stimmt mit dem Beitrag überein.Was die Software betrifft kann ich nur sagen hab es bis jetzt nicht geschaft ein Wallpaper hochzuladen noch die SQ-X Kuve einstellen,keine Ahnung wie ich das machen soll habe keine Software dazu bekommen und die IPV hatte ich auch schon am Rechner aber auch da wurde eine Software geladen.Aber sonst ist es ein geiles Teil.

    Mfg
    Daniel

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